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Apologies, I Have None und Blackout Problems im Musik & Frieden vereint (Berlin)

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Als der Sommer in Berlin einkehrte, schwand zugleich das Überangebot an Konzerten auf ein überschaubares Programm. Ende September scheint die Sonne zwar immer noch, doch Clubs und Veranstalter stehen bereits in den Startlöchern und präsentieren vielversprechende Konzert-Events. Am 26.09.16 lädt das „Musik & Frieden“ gleich zwei grandiose Vertreter des melodischen Punk-Rock ein. Apologies, I Have None und Blackout Problems.

Da die aktuelle Scheibe „Holy“ der Wahl-Münchener Blackout Problems einen permanenten Platz auf meinem iPod gefunden hat, freue ich mich nicht nur auf den Hauptact an diesem Abend, sondern ebenfalls auf einen vielversprechenden Support. Gegen 20 Uhr betritt die Band im blauen Zimmer die Bühne und zockt hauptsächlich neues Material. Obwohl melodische Parts und Gitarrenriffs bereits im Studio harmonierten, wirken die Songs auf der Bühne noch druckvoller und durch die Performance der Münchener facettenreicher. Mit Titeln wie „Into The Wild“ oder „Hold On“ müssen sich Blackout Problems keineswegs vor anderen melodischen Punk Rock-Bands verstecken. In dem kurzen Set machen die Münchener alles richtig. Die Haare fliegen durch die Luft, die emotionalen Töne des Sängers sitzen und obwohl das Publikum sich noch recht verhalten zeigt, hinterlassen die Musiker ein sehr positives Gefühl bei den Zuhörern. Neben der musikalischen Leistung liegt dies sicher auch an der umgänglichen und sympathischen Art der Münchener.

Nach kurzer Umbaupause und einem Soundcheck geht es rasch weiter und Apologies, I Have None aus London sind bereit für ihren Auftritt. Der Brexit scheint der Band noch nicht zugesetzt zu haben, denn die Band ist bester Laune. Schließlich haben sie ihr neues Album „Pharmacie“ im Schlepptau. Obwohl die neuen Songs auf Platte zugegebenermaßen hinter den Erwartungen blieben, liefert die Band eine sehr beeindruckende Show. Zum einen liegt dies sicherlich daran, dass die Briten nicht all zu viel neues Material spielen und zum anderen daran, dass selbst neue Songs live intensiver wirken und die emotionalen Parts insgesamt durch die tatkräftige Unterstützung des Publikums noch mehr Laune bereiten.

Wem das Debütalbum „London“ ans Herz gewachsen ist, kommt auch an diesem Abend voll auf seine Kosten. In den Texten von „Sat In Vicky Park“, „Concrete Feet“ oder „The 26“ findet sich der eine oder andere wohl oder übel wieder. Doch an diesem Abend werden Depressionen überwunden und gebrochene Herzen im Kollektiv wieder vereint. Die Meute singt und feiert die Klassiker. Selbst düstere Titel der „Black Everything“-EP entfalten ihre positive Energien und Sänger Josh McKenzie trifft nicht nur jeden Ton, sondern plaudert auch mit dem Publikum. Dabei machen auch neue Songs wie „Wraith“ Laune und fügen sich ins Set. Jedoch verlassen Apologies, I Have None nach einer emotionalen Reise durch Depression, Glück und Hoffnung und ein paar Zugaben gegen 22.15 Uhr die Bühne.

Wenn man zwei hochkarätige Bands wie Blackout Problems und Apologies, I Have None zusammen auf Tour schickt, vergehen zwei Stunden wie im Flug. Deshalb nehme ich die besten Eindrücke des Abends mit nach Hause und freue mich bereits auf die nächsten Tourneen beider Bands.

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