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Ein Besuch im „Ramones Museum Berlin“: Antiquitäten aus der Geburtsstunde des Punk

ramones museum berlin

Wenn man mit NOFX und Rage Against The Machine aufgewachsen ist, lassen einen die Ramones und ihre Punk-Klassiker eher kalt. Dennoch ist der Name der ersten Punk-Band selbst nach fast 40 Jahren ihrer Gründung immer noch allgegenwärtig und versprüht nach wie vor die Nostalgie eines Genres, das heute hauptsächlich aus Überbleibseln der 90er Jahre besteht und wenig Nachwuchs verzeichnet. Grund genug den Spuren der Band im weltweit einzigen „Ramones Museum in Berlin“ nachzugehen. 

Während das Museum bereits 2005 in Berlin-Kreuzberg seine Eröffnung feierte, zogen die ganzen Antiquitäten 2008 nach Berlin-Mitte und beherbergt mittlerweile ein integriertes Café. Für ein Museum, das hauptsächlich alte Poster, Flyer, handgeschriebene Textfragemente, rare Shirts und zahlreiche Promo-Artikel aus der Geburtsstunde einer rebellischen Bewegung sowie unzählige Fotos aus dem Privat- und Bandleben der unterschiedlichen Musikern ausstellt, eine eher schlechte Alternative gegenüber dem Szeneviertel. Letztendlich verirren sich Besucher dennoch eher selten in einem Museum. So nehme ich mir den Montagnachmittag frei und gehe gezielt zum kulturellen Erbe der Ramones.

Nach dem ich 3,50 Euro Eintritt bezahle, erhalte ich einen Eintritts-Button und stolziere in die kleine Punker-Stube hinein. Neben unzähligen Fotografien und Postern sind die beklebten Wände mal chronologisch, mal schematisch nach Musiker eingeteilt, sodass sich der Besucher jeweils einer Schaffenszeit oder einem bestimmten Mitglied widmen kann. Dazu befinden sich knappe, aber inhaltlich wertvolle Erklärungen und Informationen, wie beispielsweise zum legendären Punk-Club CBGB in New York, in dem die Ramones ein Genre tauften, das sich in den darauffolgenden Jahrzehnten zu einer wichtigen, teils politischen und teils nihilistischen, Bewegung formierte.

In einem separaten Raum läuft hinter einem Vorhang eine Dokumentation über die Ramones mit Bands wie Metallica oder Red Hot Chili Peppers, die die Punker zu ihren größten Einflüssen zählen. Wem der Ausblick und weitreichende Einfluss der Punker aus Queens nicht genug erscheint, kann es sich zudem auf einem Stuhl bequem machen und sich Literatur, Musikmagazine oder Bilderbuchbänden zu Gemüte führen sowie in Erinnerungen voller Höhen und Tiefen stürzen.

So prasseln in meinem einstündigen Aufenthalt unzählige Eindrücke der bedeutendsten Punk-Band aller Zeiten auf mich ein und unterrichten mich nicht nur in Sachen Ramones, sondern ebenfalls über die Geschichte des Punk, seinen Eskapaden, seinen Höhepunkten, seinen selbstzerstörerischen Energien sowie seinen konstruktiven gesellschaftlichen Beiträgen.

Wer sich für Musik allgemein oder Punk interessiert, kann sich also getrost auf den Weg ins „Ramones Museum Berlin“ machen. Für diejenigen, die in den Ramones die beste und einzig wahre Punk-Band sehen, ist ein Besuch der reichhaltigen Sammlung an Antiquitäten ohnehin Pflicht.

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Eine Antwort

  1. Pingback: Die besten Punk-/Hardcore- und Metal-Alben 2014 | 24hourhate

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