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Der Club Vaudeville kämpft um sein U&D-Festival in Lindau. Ein Rentner droht mit einer Klage.

Pro-Umsonst und Draussen Lindau

Seit 1981 existiert das U&D-Festival in Lindau und lockte in den vergangenen Jahren laut Veranstalter meist 5000 Menschen aus der Umgebung an. Doch nun bangt das traditionelle Outdoor-Event um seine Existenz. Ein Rentner kündigte an gegen das Festival zu klagen, sofern die Stadt Lindau die Genehmigung für das U&D 2013 erteilt.

Als Grundlage für die Auseinandersetzung dient ein Lärmgutachten aus dem letzten Jahr, welches der Rentner unabhängig von den Veranstaltern in Auftrag gegeben hatte und beweist, dass der zulässige Lärmpegel um 7 dB (A) überschritten wurde. Hierfür haben kleine Faktoren, wie die Shuttlebusse oder die anwesende Polizei dazu beigetragen, dass der zulässige Lärmwert von 90 dB (A) nicht eingehalten wurde. Sollte das Festival nicht stattfinden können, fräße das ein Loch von 20.000 Euro in die Club-Kasse und würde das Ende des U&D bedeuten. Schließlich sind die Bands schon lange gebucht und die Leihverträge für Bühne und Anlage schon lange unterschrieben, so Marc Jehnes und Markus Rohnvom vom Club Vaudeville in einem Interview mit Schwäbische.de.

Die Vorbereitungen für das Ereignis laufen seit Monaten auf Hochtouren. „Umsonst und Draussen Lindau bedeutet für den Club Vaudeville ein dreiviertel Jahr Vorlaufzeit …..“, stellt das Vaudeville in einem Statement fest und beklagt nun, dass „ein einzelner offensichtlich gelangweilter rechts-streitsüchtiger Rentner […] doch tatsächlich in der Lage [ist], ein Fest, welches für 5000 Besucher jährlich einen kulturellen Höhepunkt darstellt, zu kippen.“ Doch soweit wollen es die Veranstalter nicht kommen lassen. Derzeit sammelt der Club Unterschriften für das U&D 2013, damit am 27. Juli Bands wie Comeback Kid, Karamelo Santo, Talco, Peter Pan Speedrock, The Porters oder The Vocs auf der Bühne Gas geben können. Wer nicht vor Ort ist, kann seinen Zuspruch für das Festival mit einem Klich auf der „Pro-Umsonst und Draussen Lindau„-Facebook Seite äußern.

Der konservative CSU-Bürgermeister Schober steht, wie die Mehrheit der Stadt hinter dem Kulturereignis und befürwortet das Festival, weil es vor allem für die Jugend ein kulturelles Highlight darstellt und dem Angebotsmangel entgegenwirkt. Dennoch sind dem Stadtoberhaupt die Hände gebunden, sofern der Rentner nicht einlenkt. Das schriftliche Angebot der Veranstalter, das betroffene Wochenende in einem Wellnesshotel mit seiner Frau zu verbringen, stieß bisher auf keine Resonanz. Stattdessen leitete der gelangweilte Mann das Schreiben an seinen Anwalt weiter. Ein Gespräch sei laut Organisatoren bisher nur an der Türsprechanlage möglich gewesen.

 

Quellen: www.schwäbische.de, www.schwäbische.de, www.facebook.com

Bild: www.facebook.com

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