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Echo-Verleihung: Frei.Wild müssen zu Hause bleiben und reagieren verärgert.

frei.wild

Die diesjährige Echo-Verleihung steht seit dem angedrohten Boykott von Krafklub und MIA. unter keinem guten Stern. Auslöser für die Reaktion der beiden Bands war die Einladung der Südtiroler Deutschrock-Band Frei.Wild. Mittlerweile reagierten die Organisatoren und nahmen die Nominierung in der Rubrik „Rock/Alternative National“ zurück. Damit gab der Veranstalter des größten deutschen Musikpreises zwar nach, letztendlich ist das letzte Wort in der Diskussion um die derzeit umstrittenste Band im deutschsprachigen Bereich noch lange nicht gesprochen.

Da die offiziellen Verkauszahlen über die besondere Ehrung der Künstler entscheidet, spiegelt die Verleihung das Kaufverhalten von Musikfans wider und demnach auch die übermäßige Sympathie zu Frei.Wild. Deshalb fand die Ausladung der Südtiroler nur unter dem erzeugten Druck der beiden Bands statt. In einem Statement von die toten hosen lautete die Forderung noch vor wenigen Tagen eine neue Kategorie „Rechte gegen Nazis“ einzuführen „wo man in Zukunft Bands und Interpreten unterbringen kann, die mal rechts waren, aber heute garantiert „unpolitisch“ sind…“ Außerdem zeigten die Düsseldorfer Punk-Veteranen Verständnis für Krafklub und MIA., die in einer Reihe mit Frei.Wild ursprünglich nominiert waren.

Seit dem Statement von Jennifer Rostock gegen Frei.Wild-Fans auf ihren Konzerten und dem öffentlichen Beschuss der „With Full Force“-Veranstalter, der zum freiwilligen Rückzug der Südtiroler aus dem Line-up führte, hagelt es in regelmäßigem Abstand Kritik gegen die Band. Die Deutschrock-Truppe antwortet dabei stets promt und beklagt im Fall der Echo-Verleihung den Eingriff in die Regularien. Außerdem habe die deutsche Phono Akademie kein Rückgrat bewiesen, so im Facebook-Statement der Band.

Damit beteuern Frei.Wild weiterhin keine rechten Klischees zu bedienen, stoßen bei Kritikern dennoch auf Unverständnis. Ihre Underdog-Stellung festigt sich jedes Mal auf Neue und solange die Bundesprüfstellung für jugendgefährdete Medien kein rechtsextremes Gedankengut in den Texten von Frei.Wild feststellt, bleibt die Öffentlichkeit gefordert. Die Echo-Verleihung findet demnach mit lediglich vier und nicht wie vorgesehen fünft Nominierten in der Kategorie „Rock/Alternative National“ am 21.März statt.

Quellen: www.dth.de und www.facebook.com

Bild: dpa

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