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Hatebreed – The Divinity Of Purpose

Hatebreed - The Divinity Of Purpose

Nach der Veröffentlichung von ihrem selbstbetitelten Album gelang der Hardcore-Supermacht zwar ein kommerzieller Erfolg, doch die Songs besaßen kaum noch Durchschlagskraft und irgendwie hechelte Jamey Jasta Worte aus der Lunge, mit denen man sich kaum noch identifizieren konnte. Vier Jahre später knüpfen die Veteranen wieder an ihren Wurzeln an und finden zu ihrer kompromisslosen Härte von „Perseverance“ und „The Rise Of Brutality“ zurück.

Put It To The Torch“ eröffnet das fünfte Studioalbum mit scharfen thrashigen Gitarrenriffs, während Sänger Jamey deutlich angepisst seinen Frust in Textzeilen wie „Fuck you both, I just put it to the torch“ in neue Schlachtrufe für anstehende Club- und Festivalshows verwandelt. „Honor Never Dies“ groovt und prügelt sich dann zum Refrain hindurch, bevor melodischer Gesang ertönt und im Anschluss die ganze Meute den Titel lautstark schreit, sodass auf „The Divinity Of Purpose“ nicht nur wieder knallharte Gitarrenriffs zu finden sind, sondern die Band mit direkten Lyrics auch ihre Attitüde stärkt.

Obwohl sich der Aufbau der Songs oftmals ähnelt, macht gerade die kompromisslose Art der Platte so viel Freude. Ein Shout „Let’s Do This“ und ab geht die Post in „The Language“ mit Riffs a la Slayer. Im Gegensatz zum selbstbetitelten Werk und „Supremacy“ spielen Hatebreed wieder schneller und die Gitarren fügen sich besser ins groovende Konzept der letzten Platten. Deshalb bekommt man als Hörer in „Before The Fight Ends You“ zahlreiche Riffs um die Ohren geblasen, sodass Schwindelgefühle entstehen, man aber gleichzeitig tierische Lust auf das nächste Hatebreed-Konzert bekommt.

Punkiger und eingäniger finden Gitarre und Bass in „Invisible“ zueinander und erinnern an die Interpretation des Misfits-Songs „Hatebreeder“ vom Cover-Album „For The Lions“, bevor wilde Breakdowns wieder zu typischem Hatebreed-Sound zurückkehren. Schleppender, dafür verdammt heavy rollt „Dead Man Breathing“ über den roten Teppich der Hardcore-Vormacht. Hierbei sind Einflüsse von Jamey Jastas Nebenprojekt „Kingdom Of Sorrow“ deutlich zu spüren und sorgen für Abwechslung.

Die Produktion von Zeuss klingt zwar seit drei Studioperioden mit Hatebreed immer gleich, wobei im Titeltrack „The Divinity Of Purpose“ der Bass zu Beginn als führendes Melodieinstrument ordentlich Druck und ein sattes Klangbild erzeugt. Die Entscheidung ein weiteres Mal mit Szene-Legende Zeuss zu produzieren liegt aber sicher nicht am fehlenden Selbstbewusstsein der fünf Männer. Denn „Nothing Scars Me“ trotzt nur vor Überzeugung der eigenen Handlungen und beweist: Hatebreed sind wieder auf dem richtigen Weg.

Bei einer Band wie Hatebreed möchte man denken, ihnen gehen irgendwann die Ideen aus. Doch selbst nach 10 Songs präsentieren Hatebreed nochmals ein unglaubliches Gitarrengewitter in „Boundless (Time To Murder It) bei denen einem hören und sehen vergeht. Nachdem die Jungs aus Conneticut ihre Fans der ersten Tage nochmals überzeugen konnten und ihre neuen Zuhöreren ordentlich den Kopf gewaschen haben, endet nach 38 Minuten mit „Idolized And Vilified“ das Klangerlebnis, auf das alle Hardcore-Fans sehnlichst gewartet haben.

Tracklist:

01. Put It To The Torch
02. Honor Never Dies
03. Own Your World
04. The Language
05. Before The Fight Ends You
06. Indivisible
07. Dead Man Breathing
08. The Divinity Of Purpose
09. Nothing Scars Me
10. Bitter Truth
11. Boundless (Time To Murder It)
12. Idolized and Vilified

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2 Antworten

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