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Enter Shikari – A Flash Flood Of Colours

Hardcore. Techno. TRANCECORE. Und plötzlich steht das dritte Studioalbum der bekanntesten Vertreter dieses postmodernen Genres für den zeitgenössischen Dancefloor-Raudie bereit zu kaufen, scratchen und saugen. Enter Shikari hat das Unmögliche möglich gemacht. Eine geglückte Fusion zweier grundsätzlich verschiedener Musikgenres, die Liebhaber auf beiden Seiten auf der Tanzfläche den letzten Tropfen Schweiß aus den Poren saugt.

Auf „ A Flash Flood Of Colour“ kommt der Einsatz von Dubstep, Drum’n’Bass und Trance-Samples definitiv nicht zu kurz. Das zweiminütige Intro „System…“ ist im Stile von „Common Dreads“ und lässt den Disco-Schläger vor seiner Anlage zappeln, bevor er nun bei „…Meltdown“ endlich die Keule auspacken darf. Hardcore meets Dubstep. Dabei wird dieser musikalische Wahnsinn noch zum Teil mit symphonischen Streichern untermalt und der Keulenschwinger kann sich im Chorus seiner Stimme ermächtigen. Denn die vier Briten setzen mit ihrem dritten Silberling auf singende Partizipation ihres Publikums. Sein Ventil findet der Party-Exzess auch beim Vorab-Kracher „Sssnakepit“ im Chorus und seinem DnB-Beat. Besser man holt nochmals ganz tief Luft, um auch bei der Hymne „Search Party“ am Start zu sei. Ist man nach den ersten dreizehn Minuten schon nassgeschwitzt, kann man bei „Stalemate“, einem ruhigeren und nachdenklichen Song, kurz nach Luft schnappen.

In „Arguing With Thermometers“ und „Gandhi Mate, Gandhi“ werden die derbsten Beats und Sampels aufgetischt. Hatte man sich damit bei den vorherigen Veröffentlichungen noch auf britische Art vornehm zurückgehalten, scheint man auf dem bekanntlich wichtigen dritten Album in einer Bandgeschichte keine Angst vor dem Missglücken dieser extremen Leidenschaft zu haben. Selbst im letzten Teil der Scheibe tauchen noch Perlen wie „Warm Smiles Do Not Make You Welcome Here“ auf. Ein Song, der die Vielfalt und Ideenreichhaltigkeit dieser Platte verkörpert und ganz genau auf den Punkt bringt. Wenn man von Hymnen mit eingängigem Chorus spricht, muss auch der Titel „Pack Of Thieves“ genannt werden. Ein Song von elf. Eine Hymne von vielen auf „A Flash Flood Of Colours“. Langsam und ganz sanft wird dann der moshende Partygänger mit „Constellations“ in den Schlaf verabschiedet. Erschöpft und voller Begeisterung kann man sich nach dem ersten Durchgang eine kleine Pause können. Der zweite folgt garantiert.

Das neue Jahr hat gerade erst begonnen und mit „A Flash Flood Of Colours“ haben wir schon den ersten Anwärter für das Album des Jahres gefunden. Enter Shikari setzt weiterhin auf Samples und baut zusätzlich starke elektronische Rythmen in die Songs mit ein. Außerdem schafft es die Band zahlreiche Hymnen zu platzieren, die sich mit Lyrics und Melodie direkt ins Gehirn fressen. Enter Shikari-Fans bekommen das vielseitigste und bisher beste Album der Band um die Ohren gehauen, das den Disco-Raudie auch nach dem 20sten Hördurchgang mit aufgerissenen Augen und beschädigten Kniescheiben auf jeder Party und ganz bestimmt auf jedem Enter Shikari Konzert überwältigt dastehen lässt.

Tracklist:

01. System…
02. …Meltdown
03. Sssnakepit
04. Search Party
05. Arguing With Thermometers
06. Stalemate
07. Ghandi Mate, Ghandi
08. Warm Smiles Do Not Make You Welcome Here
09. Pack Of Thieves
10. Hello Tyrannosaurus, Meet Tyrannicide
11. Constellations

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3 Antworten

  1. hellsingsblog

    schönes Review. Ich habe mir direkt Sssnakepit und ein paar weitere Songs angehört. Muss sagen, gefällt mir echt gut. 🙂

    11. Februar 2012 um 10:44

    • Freut mich! Ich denke wer „Sssnakepit“ mag, der wird mit dem ganzen Album seinen Spaß haben 🙂

      11. Februar 2012 um 11:26

  2. Pingback: 24hourhate.com wünscht einen guten Rutsch ins neue Jahr mit den besten Alben des Jahres 2012 « 24hourhate

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