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As I Lay Dying – Decas

Es ist kaum zu glauben. „As I Lay Dying“ wird tatsächlich schon 10 Jahre alt. Dabei ist es noch nicht allzu lange her als diese Band noch auf der Metalcore/New Hate-Welle schwebte und viele Kritiker diese Band so schnell gehen sahen wie sie gekommen ist. Nach fünf starken Alben an denen kein Weg (für Metaller und Kritiker) vorbeiführte, ist diese kalifornische Band am Metal-Horizont nicht mehr wegzudenken. Anlässlich der 10-jährigen Feier, veröffentlicht „As I Lay Dying“ ein Kompilation-Album mit neuen Songs, Cover-Versionen, einer Medley, sowie Remix-Versionen.

 

Einer der neuen Songs lautet auf den Namen „Paralyzed“. Dieser ist gar nicht mal so neu, denn der Track wurde schon vor der Veröffentlichung von „Decas“ auf Youtube gestellt. Dabei handelt es sich um einen typischen „As I Lay Dying“ Song, der trotz Doublebass eher im Midtempo-Bereich angesiedelt ist und im Refrain cleane Vocals zum Mitsingen enthält. Danach verlassen wir diesen Bereich. „From Shapeless To Breakable“ reißt einem die Birne gleich in den ersten Sekunden ab, groovt dann kurzweilig vor sich hin bevor alle Einzelteile des Schlagzeugs wieder zerlegt werden. In „Moving Forward“ wird zwar nichts wirklich neues gewagt. Trotzdem fühlt es sich nach einem frischen Hauch von Wind an den „As I Lay Dying“ mit diesem Song verblasen. Der Gesangspart während des Refrains wirkt leicht romantisierend und erweicht sogar ein „As I Lay Dying“ Herz.

Dieses Gefühl hält nicht lange an. Denn gleich darauf folgt das Slayer-Cover „War Ensemble“ in dem Tim Lambesis eigentlich alles richtig macht, der Song dennoch nicht mehr als ein Kopf schütteln hervorruft. Was nicht passt ist ganz einfach das „As I Lay Dying“-Gewand, das diesem Song übergezogen wird. Diesen Fehler machte Hatebreed schon vor zwei Jahren. Slayer kann und darf man nicht cover, auch wenn sie noch so einen großen Einfluss in der Geschichte einer Band hatten. Die Judas Priest Interpretation von „Hellion/Electric Eye“ im Stile von „As I Lay Dying“ klingt dagegen weitaus frischer und dynamischer. Das liegt womöglich an den melodischen Gitarren-und Gesangsparts, die einer Band wie „As I Lay Dying“ selbstverständlich stehen. „Coffee Mug“ von den Descendents dauert nur 40 Sekunden und hinterlässt keinen (bleibenden) Eindruck.

Eine Medley von dem Album „Beneath The Encasing Of Ashes“ in eher schlechter Soundqualität macht irgendwie gar keinen Sinn. Zumal die Songs alle auf „A Long March. The First Recordings“ neu aufgenommen/wiederveröffentlicht wurden und damit das Thema eigentlich abgeschlossen war. Danach schlagen nur noch die ganz harten „As I Lay Dying“-Fans und zwar zu elektronischen Beats. Nachdem „Bring Me The Horizon“, „Architects“ und „Iwrestledabearonce“ diese Art von Remixen bekannt gemacht haben, lässt es sich eine Band wie „As I Lay Dying“ nicht nehmen mit auf dieser neuen Welle zu schweben. Um alle vier Remixe zusammenzufassen. Sie sind bestimmt nicht schlecht geremixt, fügen sich auf dieser Kompilation aber keineswegs in die Setlist. Wenn schon Remixe, dann als eigenständiger Release. Denn ein Großteil der Fans wird sich diesen Remixen nicht mehr als einem Hördurchgang widmen.

Somit bleibt zu sagen, dass „Decas“ ein Haufen von zusammengewürfeltem neuen Material ist, das so gar nicht zusammenpassen will. Was bei diesem Album sicherlich positiv hervorzuheben ist sind die drei neuen Songs. Dazu hätte es allerdings auch eine kleine EP als Geburtstagsgeschenk getan. Als Fan ist man mit jedem Studio-Album von „As I Lay Dying“ besser bedient. Auf einen Kauf von „Decas“ kann man also getrost verzichten.

Tracklist:

01. Paralyzed
02. From Shapeless to Breakable
03. Moving Forward
04. War Ensemble (Slayer cover)
05. Hellion (Judas Priest Cover)
06. Electric Eye (Judas Priest Cover)
07. Coffee Mug (Descendents cover)
08. Beneath the Encasing of Ashes (Re-Recorded Medley)
09. The Blinding of False Light (Innerpartysystem Remix)
10. Wrath Upon Ourselves (Benjamin Weinman Remix)
11. Confined (Kelly “Carnage” Cairns Remix)
12. Elegy (Big Chocolate Remix)

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Eine Antwort

  1. Pingback: 24hourhate.com wünscht einen guten Rutsch ins neue Jahr mit den besten Alben des Jahres 2012 « 24hourhate

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