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Betontod – Antirockstars

Welches musikalische Talent beherrschte ganze 30 Jahre lange das Ruhrgebiet??? Es war Wolfgang Petry 😦 Doch auch eine Band aus Rheinberg war in den letzten 20 Jahren nicht untätig. Seit Anfang der Neunziger treibt die deutsche Punk-Band „Betontod“ nicht nur im Ruhrgebiet ihr Unwesen, sondern in der ganzen BRD. Mittlerweile haben die fünf Jungs ihr fünftes Studioalbum „Antirockstars“ veröffentlicht.

Schon nach dem letzten Release „GlaubeLiebeHoffnung“ konnte man Betontod in den deutschen Charts wiederfinden. (Wenn man danach suchte.) Damals zierte ein verdammt geiles Auto und ein tierisch heißes, tätowiertes Mädl das Plattencover. Auch „Antirockstars“ hat es wieder in die Charts geschafft und dieses Mal kann man wiederum ein brandheißes Eisen auf dem Plattencover bewundern. Ob es vom tatsächlichen Geschehen ablenkt oder das musikalische Können nur unterstreicht, sollen die 13 deutschsprachigen Punk-Songs zeigen.

Eine sanfte Klaviermelodie, leichte Streicher und ein Orchester leiten den ersten Song „Gloria“ ein. In typischer „Betontod“ Qualität beginnt die Band den Kreuzzug mit einem Liedchen, das gleich zu Beginn zum Mitsingen einlädt und Fans Mut zum Kampfe macht. Hoffnung wird auch nach 20 Jahren noch groß geschrieben. Eine große Überraschung bietet „Nebel“ wofür „Yvonne Rüller“ ihre Stimme lieh. Ein Duett mit einem Text bei dem sich wohl jeder selbst darin wiederfindet. Seit „GlaubeLiebeHoffnung“ wissen wir auch, dass Sänger Oliver Meister des öfteren tiefgründige Lyrics schreibt. Nichtsdestotrotz befinden sich auch Songs auf „Antirockstars“, die ausschließlich zum Grölen und Saufen einladen. „Keine Popsongs“ verbreitete mit seinem Musikvideo vorab schon Feierlaune und machte Lust auf mehr neue „Betontod“ Songs. „König Alkohol“ ist dann einer von den Songs, die nur ein Ziel verfolgen. Sich die Hucke mit seinen besten Kumpels vollzusaufen. Irgendwie lässt mich der Song, dann doch wieder an Wolfgang Petry erinnern. Würde man die Lyrics etwas umschreiben, könnte der Song auch von Wolle gesungen werden. (Sorry „Betontod,“ ich hab leider nichts für Sauflieder übrig.) Die nötige Ernsthaftigkeit der Punk-Band zeigt sich dennoch in sozialkritischen Songs, wie „Wenn der Sturm beginnt“ und „Blut“. Zu guter Letzt bedankt sich die Band selbstverständlich in einem Song („20 Jahre“) bei ihren Fans nach 20 Jahren „Betontod“ für ihren Support.

Was bleibt zu sagen nach knapp 45 Minuten deutschsprachigem Punk-Rock? Blaukraut bleibt Blaukraut und „Betontod“ bleibt „Betontod“. Die fünf Jungs beweisen mit „Antirockstars“ wieder einmal, dass sie in der Underground-Szene ganz nach oben gehören und servieren gleichzeitig ihren Fans ein Album, das ganz bestimmt jeden davon satt macht. Typische „Betontod“ Songs bei denen man mitsingen/mitfeiern kann, sich hin und wieder selbst in den Songs entdeckt und dabei sicherlich das eine oder andere Bier mit guten Freunden trinkt. Viva Punk, auch noch nach 20 Jahren. Wir freuen uns auf die bevorstehende Tour.

Tracklist:
01. Gloria
02. Gasolin
03. Nebel
04. Auf eine gute Zeit
05. Keine Popsongs!
06. Wenn der Sturm beginnt
07. Steh auf!
08. König Alkohol
09. Mit Vollgas durch die Hölle
10. Blut
11. Nie Vergessen
12. Am Ende
13. 20 Jahre

 

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