Advertisements

News und Reviews aus Alternative, Punk, Hardcore und Metal

Suicide Silence – The Black Crown

Suicide Silence - The Black Crown

Suicide Silence ist in aller Munde. Spätestens seit der Hymne „Wake Up“ vom letzten Album „No Time to Bleed“ sollten die fünft Amerikaner jedem ein Begriff sein, der sich für extreme Musik interessiert. Kam der Vorgänger „No Time to Bleed“ noch etwas monoton daher, ließ das Video vom neuen Album „You Only Live Once“ doch mehr vermuten.

Die ersten zwei Tracks „Slave to Substance“ und „O.C.D.“ hauen ordentlich rein und Suicide Silence machen in gewohnter Manier weiter wo sie mit ihrem letzten Album aufgehört haben. Moderner Death Metal, der hauptsächlich mit der Stimme des (bis an den Hals tätowierten) Frontmannes Mitch Lucker punkten kann. Wie schon auf den vorigen Alben hört sich die Stimme verdammt danach an, als ob sie zehn Mal durch den Computer gezogen wurde. Doch als Fan dieser Band sieht man wohl darüber hinweg. Der Gesang hört sich auch dementsprechend fett an und es macht trotz schlechten Gewissens vielen Leuten Spaß diesem Schreihals zuzuhören. Wer Rob Halford und Bruce Dickinson lieb hat und sehr viel Wert auf Gesangskunst legt wird bei Suicide Silence nur den Kopf schütteln. Es ist und bleibt Geschmackssache.

Nichtsdestotrotz wurden für das Album zum Teil schlichte, aber vielsagende Titelnamen ausgewählt. „Fuck Everything“, „You Only Live Once“ oder „Human Violence“ lassen einen schon beim Lesen der Tracklist das Blut im Mund zusammenlaufen. Ähm Wasser!!! Zum ersten Mal kommt auch richtig Freude auf, denn „You Only Live Once“ hatte im Vorfeld schon Lorbeeren geerntet. Nicht nur wegen des genialen und lustigen Videos, sondern weil es auch Suicide Silence von einer neuen Seite zeigt. Riffs, die man bis dahin von den Extrem Death Metallern nicht gewohnt war, Suicide Silence aber definitiv gut stehen. Der Titel „Fuck Everything“ hält nicht was er verspricht. Man erwartet einfach eine Granate und es wird einem nur durchschnittliche Suicide Silence Ware geboten, die nicht überraschen kann.

„March to the Black Crown“ leitet den darauffolgenden Song „Witness the Addiction“ sehr düster ein und bereitet den Hörer auf einen Midtempo Song vor, der wiederum eine neue Suicide Silence Spezialität zeigt. Gastauftritte! Jonathan Davis lieh seine Stimme für den Refrain und machte seinen Job außerordentlich gut. Das erste Mal seit sechs Jahren, dass man sich auf Jonathan freuen kann. Für weitere Songs wurden Alexia Rodriguez (Eyes Set To Kill) und Frank Mullen (Suffocation) verpflichtet, wobei dabei nur der Song „Smashed“ so richtig auf die Zwölf schlägt. Gegen Ende des Albums wird dann weiter im typischen Suicide Silence Stil Material präsentiert, das einem nicht unbedingt vom Hocker haut.

Suicide Silence haben auf ihrem dritten Album ihr technisches und spielerisches Können ein weiteres Mal bewiesen. Mit Gastauftritten und einem Song wie „You Only Live Once“ wurden auch neue Schritte gewagt. Doch irgendwie hört sich der Großteil des Albums so an, als ob man es schon einmal gehört hat. Es bietet gute Songs in typischem Suicide Silence Gewand, die man bestimmt tierisch abfeiern könnte, wäre es nicht schon das dritte Album. Sicherlich das bis dahin vielseitigste Album der Band und dennoch zu monoton. Eine 20 Grad Drehung reicht einfach nicht aus um ein super Album abzuliefern. Wer die zwei Vorgänger schon gehört hat, dem bietet „The Black Crown“ nicht viel Neues. Hartgesottene Fans der Band werden trotzdem neues Suicide Silence Material in altbewährter Form genießen.

Tracklist:

01. Slaves To Substance
02. O.C.D.
03. Human Violence
04. You Only Live Once
05. Fuck Everything
06. March To The Black Crown
07. Witness The Addiction (feat. Jonathan Davis)
08. Cross-eyed Catastrophe (feat. Alexia Rodriguez)
09. Smashed (feat. Frank Mullen)
10. The Only Thing That Sets Us Apart
11. Cancerous Skies

Advertisements

Eine Antwort

  1. Pingback: Suicide Silence: Neues Album “You Can’t Stop Me” im Stream | 24hourhate