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Unearth – Darkness In The Light

Unearth - Darkness in the Light

Von einer Metalcore Band zu einer reifen Modern Metal Band aufgestiegen. Unearth hatte nie den Fehler gemacht zwei Mal dasselbe Album zu veröffentlichen und hatte damit immer die Flexibilität und Offenheit der Band zu Tage gebracht. Auch das neue Unearth Album stellt dies unter Beweis. „Darkness In The Light“ kombiniert Metalcore Wurzeln alter Tage mit modernem Metal Songwriting.

Bei dem Opener „Watch it Burn“ präsentiert Unearth einen Breakdown wie er auf „The Oncoming Storm“ hätte stehen können und hinterlässt nach den ersten vier Minuten ein Schlachtfeld. Hiermit ist die Schlacht um den Modern Metal Thron eröffnet.

Doch auf „Darkness In The Light“ werden nicht nur Breakdown aufgefahren, sondern es wird zum größten Teil auch sehr melodisch vorgegangen indem man melodische Gitarren und cleane Vocals ins Songwriting einfließen lässt. So wird zum Beispiel ein Song wie „Shadows in the Light“ zu einer Überraschung, denn nach einem kurzen melodischen Intro, folgend von einer rollenden Doublebass und Trash Metal Riffs setzen cleane Vocals ein und beenden den Song überraschender Weise sehr sanft. Auch Shouter Trevor Phipps versucht das eine oder andere Mal melodischer zu wirken. Insgesamt hat sich aber am Gesang nicht viel geändert. Eine Frontsau, die ins Mikro röhrt was das Zeug hält und ab und an Hardcore-Shouts zum Besten gibt, damit Unearth ja nicht ihre Identität verliert. Mit „ Eyes of the Black“ ist ein weiterer Hit auf dem Album, der es bestimmt in viele Setlists schaffen wird.

Die cleanen Vocals kommen besonders gut bei einem Song wie „Last Wish“ wo ein fetter Chorus zum Mitsingen wartet und einen an Killswitch Engage erinnert. Doch die fünf Jungs verlieren sich nie zu sehr in Melodie und Solos, sondern lassen ihre melodischen Parts in ihre aggressiven Songstrukturen mit brutalen Breakdowns einfließen und erschaffen somit vielseitige Songs wie man sie besser noch von keiner Band gehört hat. Bestes Beispiel hierfür „Arise the War Cry“. Mit „Equinox“ bekommt der Hörer ein kleine Verschnaufpause bevor es in den Endspurt geht. Doch auch hier reiht sich ein Song nach dem anderen, die allesamt zum Album passen und genauso stark daherkommen wie die vorherigen. Einzig und allein „The Fallen“ hat einen Schwachpunkt. Die beiden Gitarren sind an manchen Stellen zu melodisch geraten, sodass es zu übertrieben klingt. Dabei handelt es sich aber um eine Ausnahme und „Overcome“ macht sowieso alles wieder gut, denn cleane Vocals sind schon lange nicht mehr so dezent und gut auf einem Modern Metal(core) Album eingesetzt worden.

Unearth hat sich fest in der Metal Szene etabliert und gehört mittlerweile zu den Großen. Ansonsten hätte man Unearth nicht die Headliner Position der „Hell on Earth Tour“ 2011 anvertraut.

„The Darkness In The Light“ ist ein Album geworden wie man es sich hätte nicht erträumen lassen. Ein modernes Metal Album das reifer, spielfreudiger und frischer nicht klingen kann. Eine Band die sich nicht um Trends kümmert, zu ihren Wurzelt steht und damit einen riesengoßen Schritt weiter nach vorne gemacht hat. „Darkness in the Light“ ist das stärkste Album das Unearth bisher geschrieben haben. Schlacht gewonnen, Thron erklommen!!!

Tracklist:

01. Watch It Burn (4:06)

02. Ruination Of The Lost (3:35)

03. Shadows Of The Light (3:45)

04. Eyes Of Black (3:53)

05. Last Wish (3:06)

06. Arise The War Cry (3:55)

07. Equinox (2:58)

08. Coming Of The Dark (3:07)

09. The Fallen (3:35)

10. Overcome (3:11)

11. Disillusion (3:37)

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