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Job for a Cowboy – Gloom (EP)

Job for a Cowboy - Gloom EP

Nach „Doom“ kommt „Gloom“ und genauso werden hier von den fünf Amerikanern weniger als eine Hand voll Modern Death Metal Songs vorgestellt, die einem die Rübe abreisen. Dennoch darf man dabei nicht vergessen welche stilistische Veränderungen Job for a Cowboy seit ihrem ersten Release durchgemacht haben. „Genesis“ hatte Probleme bei 10 Songs mit komplexen Songsstrukturen beim Hörer einen Platz im Langzeitgedächtnis zu finden. „Ruination“ tat sich da schon etwas leichter, da die Band zugleich deutlich machte wo es in Zukunft hingeht. Weg vom Deathcore geholze und hin zum modernen reinen Death Metal.

„Gloom“ beinhaltet nicht nur gute Songs in gewohnter Job for a Cowboy Manier, sondern stellt auch das Können beider Neuzugänge unter Beweis. (Nick Schendzielos am Bass und Tony Sannicandro an der Gitarre.)  „Misery Reformatory“ konnte schon vorab gehört werden und machte mit hyperschnellen Blastbeats, Doublebass und schreddernden Gitarren, die trotzdem nicht vor Melodien zurückschrecken im Vorfeld Lust auf mehr. „Plastic Idols“ kommt dagegen schon anders beim Hörer an. Hier wurde das Tempo ein wenig herausgenommen, mit fetten Gitarrenriffs und einem spielfreudigen neuen Basser ein Song erschaffen, der sich im Job for a Cowboy Stil mehr als nur gut macht. Bei einem Titel wie „Execution Parade“ kann man natürlich keine erste Job for a Cowboy Ballade erwarten. Schnell, direkt und kompromisslos wird gedrescht und eine kurze Soloseinlage zum Besten gegeben, auch wenn man dabei nicht ganz nachvollziehen kann wie dies zum Song passen soll. Aber das tut auch niemand wenn Kerry King seine Solos zockt. Zu guter Letzt wird ein weiterer brachialer Death Metal Song zelebriert wie er nicht besser für diese EP geschrieben hätte werden können. Nicht ganz so schnell wie die zwei der vorherigen Raketen, dafür aber wieder mit schweren Gitarrenriffs und einem peitschenden Schlagzeug im Stile von „Plastic Idols“.

Natürlich werden bei dem Titel „Gloom“ sofort Parallellen zur „Doom“ EP gezogen. Diese erste EP steht mittlerweile schon als Klassiker in den Schrankregalen und ist eine zu hohe Messlatte, als dass sie getoppt werden kann. Nach 15 Minuten ist bei „Gloom“ Schluss. Als Fan der Modern Death Metal Combo kommt man nach diesen vier Songs erst richtig in Wallung und wünscht sich mehr.

„Gloom“ ist ein richtig fetter Output, der einen oder zwei Songs mehr vertragen hätte, aber alle Modern Death Metal Fans zufriedenstellt. „Doom“ wurde nicht übertrumft, dennoch machen Job for a Cowboy einen weiteren Schritt nach vorne in ihrer jungen Karriere. Es bleibt einem nur noch die Repeat Taste zu drücken und sich diese vier Bastarde nochmals zu Gemüte zu führen.

Tracklist:
1. Misery Reformatory
2. Plastic Idols
3. Execution Parade
4. Signature of Starving Power

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